Keine erhöhten Chlorothalonil-Werte im Trinkwasser

Im Rahmen einer Kampagne des Verbandes der Kantonschemiker der Schweiz wurden in der ganzen Schweiz Trinkwasserproben erhoben und auf Rückstände von Kontaminaten untersucht. Besonderer Fokus lag dabei auf den Abbauprodukten von Pflanzenschutzmitteln, darunter auch Chlorothalonilsäure. Bei der Wasserversorgung Maur wurden weder bei der aktuellen noch bei früheren Untersuchungen erhöhte Rückstände festgestellt.

Chlorothalonil ist ein Wirkstoff, der in Pflanzenschutzmitteln seit den 1970er Jahren gegen Pilzbefall als Fungizid zugelassen ist. Im Rahmen einer Neubeurteilung der Datenlage durch die Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) wurde festgestellt, dass für Abbauprodukte von Chlorothalonil, wie z.B. Chlorothalonilsulfonsäure, keine ausreichenden Daten vorliegen, um deren Unbedenklichkeit zu belegen. Sie wurden darum vorsorglich neu in der EU wie auch in der Schweiz als relevant eingestuft. Zum Schutz der menschlichen Gesundheit gelten dafür seit anfangs Juli 2019 strenge Höchstwerte. Daraus resultieren auch vermehrte Meldungen bezüglich Überschreitung der Höchstwerte. Es handelt sich hierbei um eine Vorsichtsmassnahme: Solange die Ungefährlichkeit dieser Stoffe nicht erwiesen ist, geht man davon aus, dass sie gefährlich sind. Diese Massnahme entspricht dem Vorsorgeprinzip, wie es im Lebensmittelgesetz verankert ist. Die aktuelle Beprobung der Wasserversorgung Maur ergab einen Wert von 0.035 μg/l Chlorothalonilsulfonsäure im Trinkwasser. Dieser Wert liegt deutlich unter dem zulässigen Höchstwert von 0.1 μg/l.

Der komplette Untersuchungsbefund der aktuellen Beprobung ist auf www.maur.ch/wasserwerk aufgeschaltet.


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