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Fünf Dörfer - Eine Gemeinde

Seit über 200 Jahren bilden die fünf Dörfer Uessikon, Aesch, Maur, Ebmatingen und Binz zusammen das Gemeindegebiet Maur. Heute ist Maur als attraktiver Wohn- und Arbeitsort mit hoher Lebensqualität, Nähe zur Natur und ländlichem Charme bekannt. Ein breites Freizeitangebot, beliebte Gemeindeanlässe und aktive Sport- und Kulturvereine fördern den Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl aller Maurmerinnen und Maurmer zwischen Uessikon und Binz, vom Greifenseeufer bis hoch zum Pfannenstiel.

Ortsteile

  Fläche Höchster Punkt Einwohner/innen
Uessikon 212’998 m² 496 m.ü.M 2’349 (inkl. Maur)
Aesch 4’170’957 m² 781.6 m.ü.M 3'503
Maur 7’291’127 m² 628.7 m.ü.M 2’349 (inkl. Uessikon)
Ebmatingen 2’498’560 m² 698 m.ü.M 2’834
Binz 541’677 m² 688.7 m.ü.M 2’215

Entstehung der Gemeinde Maur

Frühe Geschichte

Die Greifensee-Region ist seit der Jungsteinzeit besiedelt. Das beweisen Funde von Steinbeilklingen, Harpunenpfeilspitzen und Überreste von Ufersiedlungen (Pfahlbauten) auf der Höhe der Weierwiesen, bei der Schifflände, der Kläranlage Maur und in Uessikon. Auch die Bronze- und Eisenzeit hat ihre Spuren hinterlassen – in Form der Wallanlage beim Bänkelsteg, den Grabhügeln im Maurholz und bei der Rossweid.

Ausgrabungen in Maur und Ebmatingen zeigen auch, dass die Gemeinde von den Römern besiedelt war. Zu den bemerkenswerten Funden aus dem frühen Mittelalter gehören eine im Dorfbach in Maur entdeckte Merowingische Goldmünze, das Gräberfeld unter der Kirche in Maur und am Eggenberg in Aesch sowie Schwertfunde im Rainholz in Ebmatingen.

1798 Gründung der politischen Gemeinde

Zwischen 1424 und 1775 bestand in Maur eine private Gerichtsherrschaft, die jedoch nur einen Teil des heutigen Gemeindegebietes umfasste. Auch das System der Grundherrschaft prägte während dieser Zeit das Leben in Maur. Als die Grundherrschaft 1524 an die Fraumünsterabtei Zürich überging, übernahm der neu ernannte Meier von Maur das niedere Gericht und die Verwaltungsaufgaben. Für dieses Amt wurde die Burg Maur als Wohnturm errichtet.

Im Rahmen der politischen Umwälzungen, die durch die Französische Revolution angestossen wurden, endete 1798 die private Gerichtsherrschaft. Die Verwaltungsstrukturen wurden neu organisiert und es entstand die politische Gemeinde Maur. Das kantonale Gemeindegesetz festigte 1926 die Struktur und formalisierte die lokale Verwaltungsform, die bis heute gilt.

Highlights und Sehenswürdigkeiten

Kirche Maur

Die Kirche Maur wurde 963 erstmals urkundlich erwähnt. Sie steht an einem historischen Ort, der bereits im 7. Jahrhundert für religiöse Zwecke genutzt wurde. Bei Ausgrabungen konnten Teile des Fundaments und des Mauerwerks aus der romanischen Epoche nachgewiesen werden. Die spätgotische Kirche, wie wir sie heute kennen, entstand zwischen 1507 und 1511. Das Dach mit seinen Fialen und den farbigen Glasziegeln, die das Ortsbild von Maur stark prägen, sind Merkmale einer neugotischen Renovation von 1874/75.

Mühle Maur

Die Mühle Maur wurde seit dem 12. Jahrhundert mehrmals neu aufgebaut und umgestaltet. Ursprünglich im Besitz der Meier von Maur, kam sie 1306 unter die Verwaltung der Fraumünsterabtei in Zürich und wechselte seither mehrfach den Besitzer. Der Mühlenbetrieb wurde um 1900 eingestellt und das Wasserrad 1912 abgebaut. Seit 1971 gehört die Mühle der Gemeinde Maur und wurde 1987/88 renoviert. Heute beherbergt sie einen Teil des Ortsmuseums Museen Maur.

Sagi Maur

Die 1569 erstmals urkundlich erwähnte Sägerei wurde ursprünglich durch die Wasserzufuhr vom Mühleweiher angetrieben. Nach einer verheerenden Überschwemmung im Jahr 1778 wurde sie komplett neu errichtet. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wechselte der Antrieb von Wasser- zu Elektrokraft. Nach Übernahme des Gebäudes durch die Gemeinde Maur wurden die Säge und das Wasserrad restauriert. Seit 1991 ist die Sagi Maur wieder funktionsfähig und wird seit 2002 jährlich am Schweizer Mühlentag der Öffentlichkeit präsentiert.

Burg Maur

Die Burg Maur wurde um 1250 als Wohnturm für den Meier von Maur gebaut. Sie war über die Jahrhunderte ein wichtiger Verwaltungssitz der Fraumünsterabtei in Zürich und die Residenz der Ritter von Maur. Zwischen 1652 und 1775 war die Burg Sitz der Gerichtsherrschaft Maur. Während dieser Zeit (ab 1749) wohnte hier der bekannte Kupferstecher und Buchverleger David Herrliberger. Die Burg wurde im 19. Jahrhundert erweitert und gehört seit 1962 der Gemeinde Maur. Seit 1976 ist die Burg Hauptsitz der Museen Maur.

Greifensee

Der Greifensee ist mit 6 km Länge und 1,6 km Breite der zweitgrösste See im Kanton Zürich. Seine Ufer sind weitgehend unverbaut und stehen unter Naturschutz, was den Erhalt eines reichen Ökosystems aus Schilfgürteln, Flachmooren und Riedwiesen ermöglicht. Der See ist ein wichtiger Lebensraum für geschützte Vogel-, Fisch- und Pflanzenarten. Wander-, Skating- und Radwege, die rund um den See führen, und zahlreiche Bade- und Campingplätze bieten ideale Möglichkeiten für Sport und Erholung.

Freizeit und Erholung

Das breite Freizeit- und Erholungsangebot in Maur unterstützt einen aktiven und gesunden Lebensstil. Engagierte Vereine laden Jung und Alt ein, am kulturellen, sportlichen und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Die Sportanlage Looren, das sportliche Herz der Gemeinde, lockt Sportbegeisterte mit modernen Anlagen und spektakulären Aussichten. Erlebniswege entlang des Seeufers und durch die umliegenden Wälder laden zum Entdecken und Entspannen ein. Nicht zuletzt sorgen traditionelle Anlässe wie die Chilbi Maur und die 1. August-Feier jedes Jahr für kulturelle Höhepunkte und ein freudiges Miteinander.

Broschüre für Neuzugezogene

Orientierungsbroschüre für Neuzugezogene [pdf, 8.1 MB]

 

Porträtfilme der Gemeinde Maur

Ortsteil Maur

Ortsteil Binz

Ortsteil Ebmatingen

Ortsteil Uessikon

Ortsteile Aesch, Scheuren & Forch

Gesamtfilm Gemeinde Maur

Zuständige Abteilung

Präsidiales

open positions