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Gesamtentwicklungskonzept Schulraum

Unsere Schulen sollen für die kommenden Jahrzehnte gut aufgestellt sein. Das Gesamtentwicklungskonzept setzt dabei auf pragmatische und langfristig tragfähige Lösungen. Es wird nur erneuert, was erneuert werden muss, und erweitert, wo der Bedarf steigt.  Die Infrastruktur bleibt flexibel erweiterbar, so dass die Schule auch weiterhin auf künftige Anforderungen reagieren kann.

Ziele der Schulraumentwicklung 

Die folgenden vier Hauptziele haben das Gesamtentwicklungskonzept massgeblich beeinflusst und werden auch in den kommenden Etappen der Schulraumentwicklung im Mittelpunkt stehen:

Genügend Schulraum

Gemeinsam mit Fachexperten   erstellt die Gemeinde Maur detaillierte Schülerprognosen. Die Analysen per Ende 2022 anhand von Geburtenraten, demografischen Entwicklungen und geplanten Wohnbauprojekten zeigen, dass einige Ortsteile wachsen werden, während andere stabil bleiben. Insgesamt wird ein Zuwachs von 3 Kindergarten-, 3 Primarschul- und 1 Sekundarschulklasse bis 2038 erwartet. 

Das Entwicklungskonzept adressiert gezielt diese spezifischen Veränderungen und stellt Schulraum dort zur Verfügung, wo er gebraucht wird – dann, wenn er gebraucht wird. Um die mit Prognosen einhergehenden Unsicherheiten zu minimieren, wurden verschiedene Entwicklungsszenarien durchgespielt. Regelmässige Überprüfungen der Zahlen sorgen dafür, dass die Planung auf veränderte Bedarfsentwicklungen reagieren kann.

Robuste Infrastruktur

Traditionelle, lehrpersonenzentrierte Unterrichtsmethoden machen heute nur einen kleinen Teil des Schulalltags aus. Moderne Lehrpläne setzen verschiedene Lernformen voraus und erfordern entsprechend konzipierte Schulräume. Flexible Raumstrukturen und barrierefreie Zugänge müssen unterschiedliche Lernstile und individuelle Bedürfnisse berücksichtigen – von der Einzelarbeit bis zum projektorientierten Gruppenunterricht.

Eine zeitgemässe und flexibel einsetzbare Infrastruktur ist Voraussetzung für den modernen Unterricht. Ebenso wichtig sind gute Beleuchtung, optimierte Raumakustik und moderne Lüftungsanlagen. Diese Grundausstattung schafft nicht nur bessere Lernbedingungen, sondern spart auch Betriebskosten. 

Ganzheitliches Bildungsangebot

Die Bereitstellung von erweiterten Tagesstrukturen ist ein wichtiger Trend, der auch unsere Gemeinde betrifft. Eine Aufrüstung in diesem Bereich entspricht nicht nur dem gesetzlichen Auftrag, sondern erleichtert Maurmer Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. 

Das Schulareal wandelt sich dadurch nicht nur zu einem Betreuungs- und Verpflegungsort, sondern auch zu einer sozialen Begegnungszone, Kreativwerkstatt und Erholungsstätte. Dies stellt neue Anforderungen an die Infrastruktur dar, denen die Weiterentwicklung des Schulraums gerecht werden muss. Wo möglich, werden auch Musikschule und Bibliothek in die Schulstandorte integriert.

Wirtschaftlichkeit und Transparenz

Die vorausschauende Mehrjahresplanung ist der Schlüssel zu einer kostenbewussten Schulraumentwicklung. Eine sorgfältige Analyse und enge Abstimmung zwischen Schule und Gemeinde helfen, teure Notlösungen zu vermeiden und logistische Herausforderungen während des laufenden Schulbetriebs vorauszusehen. 

Die Abstimmung aller Teilprojekte ermöglicht einen effizienten Einsatz der Ressourcen und verteilt die Kosten über einen langen Zeitraum. Umgesetzt werden die beschlossenen Massnahmen in klar definierten Etappen, wobei die Gemeinde laufend über alle Planungsschritte und den konkreten Investitionsbedarf informiert. So können die Stimmberechtigten zu jedem Teilprojekt fundierte Entscheide fällen und die Projekte auf den Weg bringen.

 

Informationsbroschüre

Alle Details zum Gesamtentwicklungskonzept 

Die Informationsbroschüre gibt einen vertieften Einblick in die künftigen pädagogischen und strukturellen Anforderungen an die Schule Maur. Erfahren Sie, was an den einzelnen Schulanlagen optimiert werden soll und worüber die Stimmbevölkerung bis 2040 abstimmen wird.

Laden Sie die Broschüre hier herunter:

Broschüre Gesamtentwicklungskonzept [pdf, 941 KB]
 

 Leitgedanken Schulraumplanung

Die Schule von morgen muss eine Reihe neuer pädagogischer Funktionen abdecken können. Das Gesamtentwicklungskonzept berücksichtigt folgende zentrale Aspekte:

Schule als Treffpunkt

Die Schulanlagen entwickeln sich zu Begegnungsorte für Schülerinnen und Schüler und die Bevölkerung. Aussenanlagen, Turnhallen und ausgewählte multifunktionale Gemeinschafts-, Spezial- und Gruppenräume mit flexiblem Mobiliar und genügend Stauraum stehen auch ausserhalb der Unterrichtszeiten zur Verfügung.

Ortsschulen im Zyklussystem

Mit der Umstellung auf das Zyklussystem per Schuljahr 2026/27 rücken Kindergarten und Unterstufe näher zusammen. Didaktische Vielfalt erfordert wandelbare Räume, die verschiedene Lernformen unterstützen. Die Räume eines Zyklus liegen nah beieinander und bieten durch Gruppenräume, Gänge und durchlässige Klassenzimmer vielfältige Möglichkeiten für Begegnung und Zusammenarbeit.

Schulergänzende Betreuung

Als Zürcher Gemeinde ist Maur verpflichtet, schulergänzende Betreuung bereitzustellen. Die erwartete Zunahme an Nachfrage berücksichtigen wir durch den gezielten Ausbau von Mittagstisch- und Hortangeboten, vorzugsweise direkt auf den Schularealen.

Multifunktionale Einrichtung

Flexible Raumstrukturen begünstigen abwechslungsreiche Lernformen – vom individuellen Arbeiten bis zum Projektunterricht. Da Schülerinnen, Schüler und Mitarbeitende einen grossen Teil des Tages in der Schule verbringen, sind die Aufenthalts- und Arbeitsbereiche so gestaltet, dass sie neben dem Lernen auch Bewegung, Ruhe und Rückzug ermöglichen.

Standortübergreifende Nutzung 

Spezialräume werden standortübergreifend genutzt und schaffen Synergien: Turnhallen, Therapieräume, Mehrzweck- und Musikräume stehen an mehreren Schulstandorten zur Verfügung. Diese ressourcenschonende Planung ist nicht nur ökologisch und ökonomisch sinnvoll, sie fördert ausserdem die multiprofessionelle Zusammenarbeit. 

Integriertes Angebot auf dem Schulareal

Tagesstrukturen wie Mittagstisch und Hort sind direkt in die Schulareale integriert. Auch Therapieangebote wie Logopädie und Psychomotorik finden an mehreren Standorten statt. Psychotherapie und der Schulpsychologische Dienst erhalten hingegen einen gesonderten, zentralen Standort ausserhalb der Schulanlagen. 

Ihre Fragen sind uns wichtig 

Haben Sie Fragen oder Anliegen zur Schulraumentwicklung 2025-2040? Senden Sie uns Ihre Fragen per E-Mail an schule@maur.ch. Wir werden uns bemühen, alle eingehenden Fragen zeitnah zu beantworten.

Ihre Rückmeldungen helfen uns, die Kommunikation zum Projekt laufend zu verbessern. Herzlichen Dank für Ihr Interesse und Ihre wertvollen Beiträge!

 

Kontaktpersonen

Rob Labruyère, Schulpräsident | 043 366 13 33schule@maur.ch

Claudia Bodmer, Gemeinderätin | 043 366 13 40liegenschaften@maur.ch